Inzwischen habe ich meine erste Besichtigung hinter mir. Ein großes Zimmer direkt am Meadows Park. Eigentlich meine Wunschlage. Die Besetzung der WG hoerte sich auch interessant an: vier internatinale PhD Studenten. Die WG war am Ende auch ganz nett, doch irgendwie fehlte das gewisse etwas. Mein Gefuehl sagt mir auch, dass ich wohl eher eine Absage erhalten werde. Eine halbwegs huebsche Konkurentin wird mir das Zimmer bestimmt wegschnappen, da bereits drei Kerle drin wohnen. Egal, denn morgen steht die naechste Besichtigung an, nur wenige Haeuser weiter.
Inzwischen habe ich meine erste temporaere Bleibe raeumen muessen, da der eigentliche Zimmerbewohner mit seinem Vater zurueckgekommen ist. Jetzt bin ich bei meiner ehemaligen Abschlussarbeit-Betreuerin untergebracht! Sie gewaehrt mir Asyl fuer eine Woche. Danach ziehe ich voraussichtlich zurueck in Bleibe Nr. 1, da eine Bewohnerin fuer vier Wochen nach Deutschland muss.
In Summe habe ich also grobe fuenf Wochen Zeit, mir eine feste Unterkunft zu suchen.
Wenn das nicht eine traumhafte Ausgangssituation ist!
11 Oktober 2009
08 Oktober 2009
Wie finde ich eine Wohnung bzw. ein Zimmer in Edinburgh
Wenn man nicht in einem Wohnheim unterkommt, dann ist dieser ToDo-Punkt ein dicker Happen. Zu meinen 4th year Zeiten war das keine Frage, da ich von Anfang an in einem Studentenwohnheim untergebracht war. Bereits Wochen vor meiner Abreise wußte ich Bescheid ueber meine zukuenftige Bleibe.
Da ich aber auf keinen Fall wieder in ein Wohnheim moechte, muss ich mir nun ein Zimmer in einer WG suchen. In Deutschland ist das weniger kompliziert, da der Online-Service wg-gesucht.de die beste Adresse ist, um etwas zu finden.
Fuer den Raum Edinburgh gibt es gleich mehrere Moeglichkeiten und Adressen. Einen Ueberblick zu behalten ist wichtig.
Als erstes sei angeraten, das Info-Material der Napier zulesen. Hier kriegt man einen guten Ueberblick ueber die zahlreichen Internetadressen.
Aus eigener Erfahrung kann ich als Quelle no. 1 den Online Service Gumtree empfehlen. Es ist eine Art Weisses Brett fuer alles, u.a. auch Wohnungen und Zimmer.
Daneben sei noch Studentpad zu erwaehnen. Obwohl man auch dort Zimmer finden kann, ist das Angebot recht bescheiden. Auffaellig ist, dass hier eher ganze Wohnung beworben werden. Hier ist es scheinbar einfacher leerstehende Wohnungen zu finden, die man dann selber mit Mitbewohnern fuellen kann.
Die anderen Services fand ich nicht ueberzeugend. Sie waren entweder unuebersichtlich, veraltet oder man musste sich registrieren, um auf eine Anzeige antworten zu koennen.
Seit 2 Tagen haenge ich schon hauptsaechlich ueber Gumtree und warte und suche und nutze die F5 Taste ab. Es macht nicht wirklich Spass. Anrufe und mails werden kaum beantwortet.
Was hab ich bei Baseballspielen den anderen zugerufen? "Weiter machen... immer weiter machen..."
Ich hatte eben ein interessantes Gespraech mit dem Vermieter meiner temporaeren Bleibe. Er ist interessiert daran mir zu helfen, da er bisher beste Erfahrungen mit deutschen Studenten gemacht hat. Schauen wir mal, welche Angebote er mir schickt. Der Haken ist, dass ich vorab einen Mitbewohner finden muss.
Da ich aber auf keinen Fall wieder in ein Wohnheim moechte, muss ich mir nun ein Zimmer in einer WG suchen. In Deutschland ist das weniger kompliziert, da der Online-Service wg-gesucht.de die beste Adresse ist, um etwas zu finden.
Fuer den Raum Edinburgh gibt es gleich mehrere Moeglichkeiten und Adressen. Einen Ueberblick zu behalten ist wichtig.
Als erstes sei angeraten, das Info-Material der Napier zulesen. Hier kriegt man einen guten Ueberblick ueber die zahlreichen Internetadressen.
Aus eigener Erfahrung kann ich als Quelle no. 1 den Online Service Gumtree empfehlen. Es ist eine Art Weisses Brett fuer alles, u.a. auch Wohnungen und Zimmer.
Daneben sei noch Studentpad zu erwaehnen. Obwohl man auch dort Zimmer finden kann, ist das Angebot recht bescheiden. Auffaellig ist, dass hier eher ganze Wohnung beworben werden. Hier ist es scheinbar einfacher leerstehende Wohnungen zu finden, die man dann selber mit Mitbewohnern fuellen kann.
Die anderen Services fand ich nicht ueberzeugend. Sie waren entweder unuebersichtlich, veraltet oder man musste sich registrieren, um auf eine Anzeige antworten zu koennen.
Seit 2 Tagen haenge ich schon hauptsaechlich ueber Gumtree und warte und suche und nutze die F5 Taste ab. Es macht nicht wirklich Spass. Anrufe und mails werden kaum beantwortet.
Was hab ich bei Baseballspielen den anderen zugerufen? "Weiter machen... immer weiter machen..."
Ich hatte eben ein interessantes Gespraech mit dem Vermieter meiner temporaeren Bleibe. Er ist interessiert daran mir zu helfen, da er bisher beste Erfahrungen mit deutschen Studenten gemacht hat. Schauen wir mal, welche Angebote er mir schickt. Der Haken ist, dass ich vorab einen Mitbewohner finden muss.
07 Oktober 2009
Initial Meeting - das erste offizielle Treffen

Heute hatte ich mein erstes offizielles Meeting mit meinem Haupt-Supervisor Colin. Da wir uns bereits aus den Tagen meiner Bachelorarbeit kannten, fiel es uns beiden leicht miteinander zu reden. Colin ist ein lockerer und hilfsbereiter Typ. Nachdem er mich ueber die formellen Dinge informiert hatte (wann ich welches Formular zur Fortschrittskontrolle einreichen muss), fuehrte er mich ein bisschen rum und stellte mich anderen Personen aus der Verwaltung und weiteren PhD'lern vor. Waehrend dieser Fuehrung zeigte er mir auch meinen voraussichtlichen Schreibtisch in Raum C44. Das Gefuehl, bald einen eigenen festen "Arbeitsplatz" zu haben, war gut.
Am Freitag erhalte ich meine offiziellen Papiere und meine Studentenkarte, mit der ich den Research Students Raum betreten kann (da kommt schließlich nicht jeder rein! :). Am Freitag treffe ich auch meinen Zweit-Supervisor Keith. Mein Wunsch-Supervisor Hazel ist lediglich der Dritt-Supervisor, aber inzwischen finde ich die Loesung mit Colin und Keith auch nicht schlecht.
Auf dem bereits bekannten Bild sieht man den Merchiston Campus, der u.a. die School of Computing beheimatet. Mein "Buero" ist irgendwo eines der Fenster ganz links im Bild.
Uebrigens habe ich auch in Erfahrung gebracht, dass in etwa neun PhD'ler in der School of Computing anfangen. Weit mehr als ich dachte. Mein Research Centre nimmt drei neue auf. Einer davon kommt aus Saudi-Arabien. Ich bin gespannt ihn kennenzulernen. Ich bin uebrigens der erste der neun PhD'ler, der seinen Dienst antritt, mal wieder typisch...
Abreise und WG-Suche

Um 11:23 Uhr habe ich Familie, Freunden, Bekannten und Sportskameraden den Ruecken zugekehrt. War das die richtige Entscheidung? Ich hatte ein superzentral gelegenes WG-Zimmer mit den besten Mitbewohnerinnen der Welt in einem coolen WG-Haus, meine Familie wohnte in der Naehe, ich hatte eine Mannschaft zum Spielen und eine zum Trainieren. Alles lief eigentlich fantastisch. Warum gab ich das auf? Die Frage ging mir lange durch den Kopf.
Bevor ich ueberhaupt in die Naehe einer Antwort kam, war ich auch schon in Muenchen angekommen, wo mich Michael, mein alter Mitbewohner aus Edinburgh, erwartete. Gemeinsam aßen wir gute bayerische Kueche, um meinen letzten Tag in Deutschland zu kroenen. Michael-typisch mussten wir noch etwas erledigen (...Fielmann...), bevor er mich zum Bahnhof begleitete. Da kam ich nun langsam ins Schwitzen, weil ich doch um 15:30 in der S-Bahn in Richtung Flughafen sitzen wollte. Als ich die Bahn schlußendlich bestieg, war ich zeitlich bereits hinten dran. Am Flughafen angekommen suchte ich auf der großen Info-Tafel nach meinem Flug. Da fiel mir auf, dass ich von der falschen Uhrzeit ausgegangen bin! Ich hatte somit noch 20 Minuten, bis der Schalter schließt! Nach einem ewig dauernden Gang zum Check-In Schalter war ich schließlich am Ziel. Dachte ich.
Beim Abgeben der Gepaeckstuecke fiel der Dame auf, dass ich neben meinem Trolley noch eine Laptoptasche und einen losen Schlafsack dabei hatte. Bei easyJet ist aber nur ein Handgepaeckstueck erlaubt! Also damals waren die nicht so streng. Nun ja, ich musste also beides loswerden. Den Schlafsack habe ich um mein abgegebenes Gepaeckstueck gebunden und die Laptoptasche habe ich samt Laptop tatsaechlich noch im Trolley verstauen koennen. Nun war ich also bereit. Sie nickte mich durch und ich begab mich zum Sicherheitscheck. Dort gab es keine besonderen Vorkommnisse, ausser dass ich vom Kontrolleur ausgelacht wurde, weil ich die besondere Trinkflasche eingepackt habe, die ich von meinem treuen Teamkameraden Florian geschenkt bekommen habe.
Der Rest verlief unspektakulaer. Ich bestieg das Flug, flog raus aus Deutschland, rein ins Vereinigte Koenigreich und betrat schottischen Boden. 12 Grad Celsius im Vergleich zu den 20+ in Deutschland. Nach einer laengeren Busfahrt wurde ich von meiner temporaeren Mitbewohnerin empfangen. Die ersten Tage verbringe ich im Zimmer eines befreundeten deutschen PhD Studenten. Das gibt mir Luft die naechsten Tage eine Wohnung zu suchen. Die Preise hier sind uebrigens sehr hoch. Gut gelegene WG-Zimmer gibt es erst ab 400 Euro. Autsch! Von drei Mail-Anfragen habe ich inzwischen eine Absage, weil schon vergeben. Telefonisch konnte ich bei drei Versuchen auch niemanden erreichen. Ich bleibe dran!
Das Bild zeigt uebrigens den Kanal, der durch Edinburgh fließt und den ich aus meinem temporaeren Domizil aus betrachten kann. Der Name? Hmmm, gute Frage!
06 Oktober 2009
Abschiede werden nicht leichter
Dass die letzte Woche die schwerste ist, habe ich bereits beim ersten Trip erfahren. Dass es aber noch schwerer wird, damit habe ich nun wirklich nicht gerechnet. Nun gut, es geht ja jetzt auch um drei Jahre und nicht zwei Semester.
Bei zahlreichen Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten und Sportkameraden musste ich mich verabschieden. Die letzten Tage waren wiedermal turbulent: Abschiedsparty am Freitag, Hochzeit eines guten Freundes am Samstag, Saisonendspiel der von mir mit-trainierten Damenmannschaft mit anschließendem Abschieds-BBQ, Slow-Pitch-Softballspiel und Abendessen mit Oma am Sonntag. So musste ich den heutigen Montag mit Auszug und Packen verbringen, zuvor aber besuchte ich noch einmal meinen Bruder, um mich von seiner Familie zu verabschieden. Heute Abend war auch schließlich die Verabschiedung von den Eltern an der Reihe, da ich die letzte Nacht in der WG verbringe und Vormittags in Richtung Muenchner Flughafen aufbreche.
Die Vorbereitungen sind nun abgeschlossen. Schauen wir als naechstes, wie reibungslos die Durchfuehrung des Umzugs gelingt.
Meine naechsten grossen Huerden sind die Zimmersuche und Ummeldung der Krankenversicherung. Ich hoffe Formular E104 ist wirklich so international, wie es am Telefon gesagt wurde.
Bei zahlreichen Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten und Sportkameraden musste ich mich verabschieden. Die letzten Tage waren wiedermal turbulent: Abschiedsparty am Freitag, Hochzeit eines guten Freundes am Samstag, Saisonendspiel der von mir mit-trainierten Damenmannschaft mit anschließendem Abschieds-BBQ, Slow-Pitch-Softballspiel und Abendessen mit Oma am Sonntag. So musste ich den heutigen Montag mit Auszug und Packen verbringen, zuvor aber besuchte ich noch einmal meinen Bruder, um mich von seiner Familie zu verabschieden. Heute Abend war auch schließlich die Verabschiedung von den Eltern an der Reihe, da ich die letzte Nacht in der WG verbringe und Vormittags in Richtung Muenchner Flughafen aufbreche.
Die Vorbereitungen sind nun abgeschlossen. Schauen wir als naechstes, wie reibungslos die Durchfuehrung des Umzugs gelingt.
Meine naechsten grossen Huerden sind die Zimmersuche und Ummeldung der Krankenversicherung. Ich hoffe Formular E104 ist wirklich so international, wie es am Telefon gesagt wurde.
24 September 2009
Krankenversicherung als PhD Student bzw. Student allgemein in UK
Dies ist derzeit der letzte dicke Punkt auf meiner Vorbereitungs-ToDo-Liste (bestimmt fallen mir noch welche ein). Die beiden Auslandssemester zur Bachelor-Zeit waren von meiner damaligen Studentenversicherung bei einer gesetzlichen Krankenkasse abgedeckt.
Kurze Info: Ich musste mich ab Beginn meines Studentenlebens selbst versichern, weil ich dank meiner damaligen Werkstudententätigkeit mehr verdient habe, als die Familienversicherung erlaubte.
Doch fuer den PhD funktioniert dieser Weg nicht mehr, weil man hierfuer an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sein muss. Also muss eine Alternative her! Nach einer telefonischen Auskunft einer hiesigen Krankenkasse wurde ich darauf hingewiesen, mich ueber das lokale Krankenversicherungssystem schlau zu machen. Gesagt, getan.
In UK gibt es eine Grundversorgung durch die NHS (National Health Service), die jedem legalen Einwohner des Landes offen steht. In meinem Fall trifft dies ebenso zu, da ich die Bedingungen mit dem PhD erfuelle:
- ich verfolge eine Vollzeit-Studium, das laenger als 6 Monate dauert.
Ich sollte mich also alsbald moeglich bei einem Arzt in Edinburgh registrieren, um in den Genuss der gesundheitlichen Absicherung zu kommen.
In jedem Fall sollte aber jeder fuer sich die entscheidenden Passagen nachlesen:
NHS - Overseas Visitors
Kurze Info: Ich musste mich ab Beginn meines Studentenlebens selbst versichern, weil ich dank meiner damaligen Werkstudententätigkeit mehr verdient habe, als die Familienversicherung erlaubte.
Doch fuer den PhD funktioniert dieser Weg nicht mehr, weil man hierfuer an einer deutschen Hochschule eingeschrieben sein muss. Also muss eine Alternative her! Nach einer telefonischen Auskunft einer hiesigen Krankenkasse wurde ich darauf hingewiesen, mich ueber das lokale Krankenversicherungssystem schlau zu machen. Gesagt, getan.
In UK gibt es eine Grundversorgung durch die NHS (National Health Service), die jedem legalen Einwohner des Landes offen steht. In meinem Fall trifft dies ebenso zu, da ich die Bedingungen mit dem PhD erfuelle:
- ich verfolge eine Vollzeit-Studium, das laenger als 6 Monate dauert.
Ich sollte mich also alsbald moeglich bei einem Arzt in Edinburgh registrieren, um in den Genuss der gesundheitlichen Absicherung zu kommen.
In jedem Fall sollte aber jeder fuer sich die entscheidenden Passagen nachlesen:
NHS - Overseas Visitors
23 September 2009
Revival
Eigentlich war dieser Blog bereits geschlossen, da dessen Daseinsberechtigung nicht mehr von Bestand war. Schließlich habe die zwei Semester in Edinburgh erfolgreich gemeistert und damit mein Bachelor-Studium beendet. Doch seit vergangener Woche steht es fest, dass ich wieder dahin zurueck kehre. Meine Bewerbung um einen PhD-Platz an der Edinburgh Napier University verlief erfolgreich. In etwa zwei Wochen bin ich zurueck in der schottischen Hauptstadt.
Derzeit bereite ich alles vor und organisiere meinen erneuten Umzug nach Edinburgh. Wenigstens werde ich diesmal nicht ins Kalte Wasser geworfen. Der Hinflug ist gebucht und die Bleibe fuer die erste Woche ist sicher. Einige Details fehlen noch, aber das stellt kein Problem dar.
Derzeit bereite ich alles vor und organisiere meinen erneuten Umzug nach Edinburgh. Wenigstens werde ich diesmal nicht ins Kalte Wasser geworfen. Der Hinflug ist gebucht und die Bleibe fuer die erste Woche ist sicher. Einige Details fehlen noch, aber das stellt kein Problem dar.
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